Die Plantagenholz-Mittellagen tragen die Platte; Kiefer bildet die sichtbaren Seiten. Unsere Platte besitzt daher Kiefer-Deckfurniere und besteht nicht in jeder Lage aus Kiefer. Sie erhalten Kieferoptik an der Oberfläche. Die Mittellagenwahl bestimmt Gewicht und Schraubenhalt: Styrax bleibt leicht, dichterer Eukalyptus hält Befestigungen fester.
Mittellagenfurniere in Qualität A werden kreuzweise gelegt und waagerecht wie senkrecht vernäht. Die Fugen bleiben beim Pressen geschlossen. Außenliegende Lagen sind standardmäßig vernäht, jede Lage auf Wunsch. Das ist wichtig, wenn CNC-Zuschnitte sichtbare Kanten bekommen.
Die Dicke bestimmt die Lagenzahl. Jede Kieferplatte von 3 bis 6 mm hat fünf Lagen: Bei 3 mm liegt ein Mittellagenfurnier zwischen zwei Querfurnierlagen und den beiden Kieferflächen; bei 4, 5 und 6 mm liegen drei Mittellagen unter den Deckfurnieren. Eine 18 mm Platte hat 11–13 Lagen, meist 11. Bei 9 mm und dickeren Platten sind Mittellagenfurniere vor dem Pressen meist 1,4–2,0 mm dick. Die 3–6 mm Platten erhalten dünnere Furniere für den fünflagigen Aufbau.
Möbelplatten werden standardmäßig zweimal gepresst. Die Mittellagenplatte wird heißgepresst und durch Schleifen kalibriert. Dann werden Kiefer-Deck- und Rückseitenfurnier aufgelegt und erneut gepresst: etwa 110–120 °C bei MR-Leim und 130–145 °C bei phenolischem WBP-Leim. Dieses zweite Pressen ergibt die ebene, fest anliegende Fläche.
Plattengewicht: Mittellagendichte multipliziert mit Plattenvolumen.